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Brandschutzordnung schon erneuert?

Seit März 2014 gelten neue Regeln für Brandschutzordnungen (BSO). Gebäudebetreiber und Arbeitgeber sollten ihre bestehenden BSO auf Änderungsbedarf prüfen, denn nach der neugefassten DIN 14096 müssen diese stets auf aktuellem Stand gehalten werden.

Bereits 2013 wurde mit der ASR 1.3 die Gestaltung von Sicherheitszeichen sowie von Flucht und Rettungsplänen in Arbeitsstätten aktualisiert. Alles austauschen müssen Arbeitgeber jedoch nicht in jedem Fall.

Neue Sicherheitszeichen

Mit der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR 1.3 wurden vor allem etliche Sicherheitszeichen, beispielsweise für Feuerlöscheinrichtungen und Rettungswege europaweit einheitlich festgelegt. Die alte Beschilderung kann jedoch weiterverwendet werden, wenn eine Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass die Sicherheit im Betrieb damit gewährleistet ist.

Nachfolgend ein paar Beispiele für neue Sicherheitszeichen:

 
Feuerloescher_ISO_7010

Feuerloescher_ISO_7010

 
Brandmelder_ISO_7010

Brandmelder_ISO_7010

Brandmeldetelefon_ISO_7010_ISO_7010

Brandmeldetelefon_ISO_7010_ISO_7010

 

Nicht erlaubt ist dagegen das Mischen: Werden z. B. bei einem Umbau neue Sicherheitszeichen verwendet, muss die Beschilderung im gesamten Unternehmen ausgetauscht werden. Darüber hinaus wurde die Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen grundlegend überarbeitet und damit an die Norm DIN ISO 23601 angepasst. Werden im Gebäude die alten Sicherheitszeichen verwendet, müssen diese auch auf den Flucht- und Rettungsplänen benutzt werden.

Brandschutzordnung aktuell halten

Eine Brandschutzordnung ist eine auf eine bestimmte Liegenschaft zugeschnittene Zusammenstellung von Regeln für die Brandverhütung und das Verhalten im Brandfall. Sie wird immer individuell für einen Betrieb oder eine öffentliche Einrichtung erstellt, um den Anforderungen unterschiedlicher Nutzungen, Gefahren und Personengruppen Rechnung zu tragen. Grundsätze für die Erstellung einer BSO enthält die DIN 14096 „Brandschutzordnung – Regeln für das Erstellen und Aushängen“. Die Neufassung dieser Norm ist seit März 2014 gültig und führte die früher geteilte Norm in einer zusammen.

Teil A behandelt den Aushang für alle Gebäudenutzer und enthält ein Muster im Anhang.

Teil B richtet sich an Personen, die sich nicht nur vorübergehend im Gebäude aufhalten. Das können Bewohner oder Mitarbeiter des Unternehmens oder der öffentlichen Einrichtung sein, aber auch im Gebäude arbeitende Mitarbeiter von Fremdfirmen. Dieser Teil wird den Betreffenden in schriftlicher Form ausgehändigt und enthält unter anderem Regeln zur Freihaltung der Flucht- und Rettungswege und zum Verhalten im Brandfall. Er sollte in Unternehmen im Rahmen der jährlichen Unterweisung erläutert und die Erläuterung von den Mitarbeitern schriftlich bestätigt werden.

Teil C ist für Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben (beispielsweise Brandschutzbeauf-tragte, Brandschutzhelfer) gedacht. Dieser Teil beschreibt die Aufgaben dieser Personen und muss ebenfalls in Papierform an diese Personen ausgehändigt und Aushändigung bzw. die Unterweisung dokumentiert werden.

Was ist neu?

Durch die Zusammenführung der Norm müssen jetzt in gewerblich genutzten Gebäuden grundsätzlich alle drei Teile A, B und C erstellt werden. Teil A der Brandschutzordnung ersetzt dabei nicht die notwendigen Verhaltensregeln im Brandfall auf einem Flucht- und Rettungsplan nach ASR A1.3. Dafür darf der Aushang – mindesten im Format DIN A4 – jetzt getrennt neben den Flucht und Rettungs-plänen hängen. Zukünftig muss eine Brandschutzordnung in regelmäßigen Abständen von mindestens zwei Jahren von einer fachkundigen Person auf Aktualität geprüft werden, also beispielsweise durch den Brandschutzbeauftragten des Betriebs oder ein externes Unternehmen.

Die Akzeptanz für die Neuerungen bei den Gebäudebetreibern ist hoch. Viele Unternehmen verfügen inzwischen über gut ausgebildete Brandschutzbeauftragte oder nutzen fachkundige externe Dienst-leister. Die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) bietet beispielsweise Seminare zur sachkundigen Erstellung und Prüfung von Feuerwehrplänen nach DIN 14095, Brand-schutzordnungen nach DIN 14096 und Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 an.

Vermittelt werden dort unter anderem die rechtlichen Grundlagen, Symbole, was bei der Planerstellung zu beachten ist, wie Flucht- und Rettungswege zu kennzeichnen sind und wer für was verantwortlich ist. Die Seminare schließen mit einer Fachprüfung samt erforderlichem Sachkundenachweis ab.

 

Autor

Eckart Roeder

(Geschäftsführer)

Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit mbH (DWGZ)

Louisenstraße 120

61348 Bad Homburg v. d. Höhe