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Der Entwurf der Vornorm DIN V VDE V 0827 ist fertig

Der DKE-Normenarbeitskreis 713.1.19 hat die redaktionellen Arbeiten zum Normentwurf DIN V VDE V 0827 ‚Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme‘ abgeschlossen, so dass dieser voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2015 zur Kommentierung veröffentlicht werden kann. Der Normentwurf schließt Lücken beim Schutz vor Notfällen und Gefahren in öffentlichen Einrichtungen, da bisher lediglich bauliche Eigenschaften wie Standsicherheit oder der Brandschutz über die Landesbauordnungen normativ geregelt sind. Für den Schutz vor Amokläufen an Schulen oder gewalttätigen Übergriffen in Behörden beispielsweise existieren bisher jedoch keine Normen, an denen sich Behörden, Betreiber, Planer und Errichter orientieren könnten. Die Arbeiten im DKE waren bereits 2012 durch die Arge Errichter und Planer initiiert worden. Diese hatte vorher das ZVEI-Merkblatt 82010 ‚Amok- und Gefahren- Reaktionssysteme‘ veröffentlicht.

Inhalte des Normentwurfs

Der vorgelegte Normentwurf besteht aus zwei Teilen: Teil 1 enthält allgemeine Anforderungen an Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS). Teil 2 beschreibt Anforderungen an Notfall- und Gefahren-Sprechanlagen (NGS), die in NGRS eingesetzt werden. Der Normentwurf soll dabei ausdrücklich für weitere technische Lösungen offen bleiben. „Jeder kann dem Normenausschuss Vorschläge zur Integration weiterer technischer Systeme, die die Anforderungen nach Teil 1 der Norm erfüllen, vorlegen“, meint Bernd Ammelung, Mitglied im DKE-Normenausschuss 713.1.19 sowie Vorstandsmitglied im ZVEI und in der Arge Errichter und Planer.

Grundlage Risikomanagement

In den allgemeinen Anforderungen in Teil 1 wird für NGRS zwingend ein technisches Risikomanagementsystem als Teil eines Gesamt-Risikomanagements nach ISO 31010 vorausgesetzt. Der Grund: Die Vielzahl unterschiedlicher öffentlicher Einrichtungen, Bedrohungsszenarien und Schutzzielen führen zu höchst individuellen Schutzkonzepten. Notwendig sind deshalb eine sorgfältige Risikoanalyse bzw. -bewertung und regelmäßige Aktualisierungen während des gesamten Lebenszyklus. Erst darauf aufbauend können entsprechende technische Umsetzungen vorgeschlagen werden. Verantwortlich für das Risikomanagement ist dabei stets der Betreiber der öffentlichen Einrichtung. Dazu kann er sich externen Beratungs- und Dienstleistungskapazitäten bedienen.

Norm erleichtert Analyse

Der vorliegende Normentwurf unterstützt Betreiber und Dienstleister bei dieser Analyse. Abhängig von Bedrohungsgrad (Schadenshöhe) und Eintrittswahrscheinlichkeit können die benötigten NGRS in drei Schutzgrade unterteilt werden. Je nach Schutzgrad variieren die Anforderungen an Ausstattung und Verfügbarkeit der eingesetzten NGRS. Darüber hinaus beschreibt der Normentwurf detailliert mögliche Wechselwirkungen zwischen Alarmorganisation und eingesetzten technischen Hilfsmitteln. Für Betreiber und Dienstleister wird es damit zukünftiger einfacher, an individuelle Schutzziele und Bedrohungen angepasste Anlagenkonzepte zu realisieren.

Sprechanlagen

Teil 2 des Normentwurfs beschreibt Anforderungen an Notfall- und Gefahren-Sprechanlagen, die zentraler Bestandteil einer Notfallkommunikation sind. Diese NGS werden ebenfalls als integrierte Lösungen in drei Schutzgraden mit entsprechenden Konsequenzen an Ausstattung und Verfügbarkeit beschrieben.

 

Autor

Bernd Ammelung
ZVEI - WG „Amok- und Gefahren- Reactionsysteme“