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Internet der Dinge und Dienste

Neue Entwicklung für den Alltag vieler Menschen

In den kommenden Jahren werden immer mehr Geräte und Systeme so ausgestattet, dass sie automatisch Daten über das Internet versenden oder empfangen können. Dadurch werden völlig neue Dienstleistungen möglich, die den Alltag der Menschen verändern werden. Diese Entwicklung umfasst der Begriff „Internet der Dinge und Dienste“. Wie bei der Massenanwendung der Mobiltelefone oder des World-Wide-Web in den 90-er Jahren, lässt sich die Tragweite dieser neuen Technologie heute lediglich erahnen. Bereits in wenigen Jahren sollen mehrere Milliarden von Geräten und Systemen in der Lage sein, selbständig Daten untereinander auszutauschen. Aufzüge oder Klimaanlagen kommunizieren dann über das Netz mit der Wartungszentrale, die den Reparaturdienst koordiniert. Autos werden mit Leitsystemen in Kontakt treten und so ein aktuelles Bild der Verkehrssituation wiedergeben oder Container können dann in Echtzeit ihre Position an das Logistikzentrum übermitteln, das automatisch den Lastwagen zur deren Abholung dirigiert und den notwendigen Lagerraum bereitstellt. Fachleute sprechen auch von Cyber Physical Systems (CPS), um das Zusammenwachsen von realer und virtueller Welt zu beschreiben. Der Begriff M2M (Machine to Machine) beschreibt hingegen das Vernetzen der Geräte meist über Mobilfunk.

Bei Bosch sind bereits erste praktische Anwendungen rund um das Internet der Dinge und Dienste entstanden. Im Bereich Telemedizin werden täglich die Gesundheitsdaten tausender Patienten automatisch erfasst und ausgewertet. Das medizinische Personal wird erst bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands aktiv. Im Werk Homburg sind Transportbehälter mit RFID-Sendern ausgestattet, so dass die Warenströme in Echtzeit in der Fertigung nachvollziehbar sind. Später sollen die Erzeugnisse sogar selbst ihren Standort an die Logistikzentrale im Werk senden. In Singapur errichtet Bosch derzeit ein komplettes E-Mobility-System. Es soll Autofahrer zur nächsten freien Ladestation lotsen und die Abrechnung mit dem Stromversorger übernehmen. Aber auch Autovermietungen, Parkplatzbetreiber, oder Einzelhändler können sich dieser Softwareplattform bedienen, die bewusst so offen ausgelegt ist, dass auch konkurrierende Unternehmen ihre Produkte und Dienste über dieses System anbieten können. Das Beispiel in Singapur zeigt, wie sich für die unterschiedlichsten Anbieter ganz neue Geschäftsmodelle ergeben werden.

Autor:
Andreas Kempf
Corporate Communications
Robert Bosch GmbH